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Ethisches Hacking für Hausautomatisierung: Schutz Ihres Smart Homes vor Bedrohungen im Jahr 2027

Ethisches Hacking für Hausautomatisierung: Schutz Ihres Smart Homes vor Bedrohungen im Jahr 2027
⏱ 25 min

Bis 2027 werden schätzungsweise über 75 Milliarden vernetzte Geräte weltweit existieren, was eine exponentielle Zunahme der Angriffsfläche für Cyberkriminelle bedeutet. Ein erheblicher Teil dieser Geräte findet sich in unseren Häusern, von intelligenten Thermostaten bis hin zu Sicherheitskameras.

Ethisches Hacking für Hausautomatisierung: Schutz Ihres Smart Homes vor Bedrohungen im Jahr 2027

Die fortschreitende Integration von vernetzten Geräten in unsere Wohnräume, bekannt als Hausautomatisierung oder Smart Home, verspricht Komfort, Effizienz und erhöhte Sicherheit. Doch mit jedem neuen Gadget, das sich mit unserem Heimnetzwerk verbindet, wächst auch das Risiko von Cyberangriffen. Im Jahr 2027 werden diese Bedrohungen raffinierter und allgegenwärtiger sein als je zuvor. Um unsere digitalen Zufluchtsorte zu schützen, wird eine proaktive und intelligente Sicherheitsstrategie unerlässlich – und hier kommt das ethische Hacking ins Spiel.

Während der Begriff "Hacking" oft negative Konnotationen hervorruft, spielt ethisches Hacking eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der Sicherheit von Smart-Home-Systemen. Es handelt sich dabei um die autorisierte Simulation von Cyberangriffen, um Schwachstellen aufzudecken, bevor böswillige Akteure dies tun können. Für Hausautomatisierung bedeutet dies, die Sicherheit unserer vernetzten Geräte – von intelligenten Schlössern über Kameras bis hin zu Unterhaltungssystemen – auf die Probe zu stellen und gezielte Verteidigungsmaßnahmen zu entwickeln.

Die wachsende Angriffsfläche: Was Smart Homes im Visier hat

Die zunehmende Verbreitung von IoT-Geräten (Internet of Things) hat die traditionelle Perimeter-basierte Sicherheit, die sich auf den Schutz eines einzelnen Netzwerks konzentriert, obsolet gemacht. Ein modernes Smart Home ist kein monolithisches System mehr, sondern ein komplexes Ökosystem aus unzähligen miteinander verbundenen Geräten. Jedes dieser Geräte, vom intelligenten Kühlschrank bis zur sprachgesteuerten Beleuchtung, stellt einen potenziellen Eintrittspunkt für Angreifer dar.

Diese Geräte kommunizieren oft über verschiedene Protokolle und Netzwerke, darunter WLAN, Bluetooth und Z-Wave. Die Interkonnektivität, die den Komfort eines Smart Homes ausmacht, birgt paradoxerweise auch die größten Sicherheitsrisiken. Eine Schwachstelle in einem einzigen, scheinbar unwichtigen Gerät kann als Sprungbrett für den Zugriff auf kritischere Systeme wie Überwachungskameras oder sogar Finanzdaten dienen, die möglicherweise auf demselben Netzwerk gespeichert sind.

Die Angreifer zielen nicht nur auf die physische Kontrolle über Ihr Zuhause ab, wie das Öffnen von Türen oder das Ausschalten von Kameras. Sie suchen nach Möglichkeiten, Ihre Daten zu stehlen, Ihre Privatsphäre zu verletzen, Sie zu erpressen oder Ihre Geräte in größere Botnetze für DDoS-Angriffe zu integrieren. Die Motivationen sind vielfältig, von finanziellem Gewinn über Spionage bis hin zur reinen Sabotage.

Die Verlockung des Bequemlichkeit und die Kosten der Sicherheit

Die Beliebtheit von Smart-Home-Technologie wird durch das Versprechen von Bequemlichkeit und Effizienz vorangetrieben. Nutzer werden von der Möglichkeit angezogen, ihr Zuhause per Smartphone zu steuern, Energie zu sparen oder die Sicherheit durch intelligente Überwachung zu erhöhen. Oftmals steht die einfache Installation und die unmittelbare Funktionalität im Vordergrund, während Sicherheitsaspekte in den Hintergrund treten.

Viele Verbraucher sind sich der potenziellen Risiken, die mit der Vernetzung ihrer Geräte verbunden sind, nicht vollständig bewusst. Die Komplexität der Sicherheitseinstellungen und die ständige Notwendigkeit von Updates können abschreckend wirken. Dies schafft eine Lücke, die von Cyberkriminellen gerne ausgenutzt wird. Die Gerätehersteller selbst stehen unter Druck, neue Produkte schnell auf den Markt zu bringen, was manchmal zu Kompromissen bei der Sicherheitsprüfung führt.

Datenschutz als neues Schlachtfeld

Intelligente Geräte sammeln oft eine Fülle von Daten über unser Verhalten, unsere Gewohnheiten und unsere Lebensweise. Sprachassistenten zeichnen ständig auf, Kameras erfassen Bewegungen und Anwesenheit, und Thermostate lernen unsere Heiz- und Kühlmuster. Diese Daten sind für Angreifer von unschätzbarem Wert, sei es für gezielte Phishing-Angriffe, Identitätsdiebstahl oder sogar zur Erstellung detaillierter Profile für Erpressungsversuche.

Die Frage des Datenschutzes wird im Smart Home immer drängender. Wer hat Zugriff auf die gesammelten Daten? Wie werden sie gespeichert und geschützt? Können sie an Dritte weitergegeben werden? Ohne klare Richtlinien und robuste Sicherheitsmaßnahmen können unsere eigenen Geräte zu Überwachungswerkzeugen werden, die gegen uns eingesetzt werden.

Gängige Schwachstellen und ihre Ausnutzung

Die Welt der Hausautomatisierung ist leider kein Bollwerk der Sicherheit. Viele der heute auf dem Markt erhältlichen Geräte sind mit Schwachstellen behaftet, die es Angreifern erleichtern, in die Systeme einzudringen. Diese Schwachstellen sind oft das Ergebnis von Designfehlern, mangelnder Sorgfalt bei der Entwicklung oder der Vernachlässigung von Sicherheitsupdates.

Die Identifizierung und Behebung dieser Schwachstellen ist der Kern der Arbeit von ethischen Hackern im Smart-Home-Bereich. Sie simulieren reale Angriffsszenarien, um aufzuzeigen, wo die Verteidigung versagt.

Unsichere Netzwerke und Passwörter

Das Fundament jedes Smart Homes ist das Heimnetzwerk. Wenn dieses Netzwerk nicht ordnungsgemäß gesichert ist, wird jedes angeschlossene Gerät anfällig. Standardmäßige WLAN-Passwörter, die nie geändert werden, oder die Verwendung von veralteten Verschlüsselungsprotokollen wie WEP sind Einladungen für Angreifer. Einmal im Netzwerk, können sie oft leicht auf andere Geräte zugreifen.

Die Verwendung von einfachen, leicht zu erratenden Passwörtern für die Geräte selbst ist ein weiteres weit verbreitetes Problem. Viele Benutzer ändern die werkseitig vorgegebenen Anmeldedaten nicht oder verwenden Passwörter, die leicht zu erraten sind, wie "123456" oder "password". Dies ermöglicht es Angreifern, sich mit minimalem Aufwand Zugang zu verschaffen.

Veraltete Firmware und Software

Ähnlich wie bei Computern und Smartphones benötigen auch Smart-Home-Geräte regelmäßige Software- und Firmware-Updates, um sicher zu bleiben. Diese Updates schließen bekannte Sicherheitslücken, beheben Fehler und verbessern die allgemeine Leistung. Viele Benutzer übersetzen jedoch die automatischen Update-Benachrichtigungen oder verzögern diese manuellen Updates.

Wenn Geräte mit veralteter Firmware betrieben werden, sind sie anfällig für Exploits, die speziell für diese bekannten Schwachstellen entwickelt wurden. Angreifer durchsuchen das Internet nach Geräten mit bekannten Sicherheitslücken und greifen diese gezielt an. Dies ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden für Cyberkriminelle, Zugang zu erlangen.

Fehlende Verschlüsselung

Die Kommunikation zwischen Smart-Home-Geräten und den Servern der Hersteller sowie zwischen den Geräten selbst sollte verschlüsselt sein, um abzufangen und zu manipulieren. Leider ist dies nicht immer der Fall. Unverschlüsselte Daten können leicht von Angreifern im selben Netzwerk oder sogar von externen Akteuren mit entsprechenden Fähigkeiten abgefangen werden.

Dies betrifft sowohl die Datenübertragung als auch die Speicherung. Wenn sensible Daten wie Benutzernamen, Passwörter oder Kamerabilder unverschlüsselt auf einem Gerät oder einem Server gespeichert werden, sind sie ein leichtes Ziel. Die fehlende Verschlüsselung kann auch dazu führen, dass Befehle an Geräte manipuliert werden, was zu unerwünschten Aktionen führt.

Häufigkeit von Schwachstellen in IoT-Geräten (Schätzung 2024)
Schwachstellenkategorie Geschätzte Angriffsrate
Unsichere Passwörter/Standard-Anmeldedaten 45%
Veraltete oder ungepatchte Firmware 38%
Fehlende oder schwache Verschlüsselung 32%
Unsichere Netzwerkprotokolle 25%
Unzureichende Authentifizierung/Autorisierung 20%

Das ethische Hacking als Verteidigungsstrategie

Angesichts der zunehmenden Bedrohungen im Bereich der Hausautomatisierung ist ein reaktiver Ansatz zur Sicherheit nicht mehr ausreichend. Wir müssen proaktiv werden. Ethisches Hacking bietet hierfür die notwendigen Werkzeuge und Methoden. Es ist die Kunst, die Denkweise eines Angreifers zu übernehmen, um die eigenen Verteidigungsmechanismen zu stärken.

Im Kontext von Smart Homes geht es beim ethischen Hacking darum, die Sicherheit der verbundenen Geräte und des gesamten Netzwerks zu testen, indem simulierte Angriffe durchgeführt werden. Dies geschieht stets mit Genehmigung des Eigentümers und mit dem Ziel, Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben, bevor sie von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden können.

Was ist ethisches Hacking im Kontext von Hausautomatisierung?

Ethisches Hacking, oft auch als "Penetration Testing" oder "Red Teaming" bezeichnet, ist ein systematischer Prozess. Im Smart-Home-Bereich umfasst dies die Überprüfung der Sicherheit von:

  • Netzwerkinfrastruktur: Router, WLAN-Sicherheit, Zugangskontrollen.
  • Einzelne Geräte: Smart Locks, Kameras, Thermostate, Lautsprecher, Haushaltsgeräte etc.
  • Kommunikationsprotokolle: Verschlüsselung, Authentifizierung zwischen Geräten und Servern.
  • Cloud-Verbindungen: Sicherheit der Server und der von den Herstellern bereitgestellten Dienste.
  • Mobile Apps: Sicherheit der Steuerungs-Apps auf Smartphones und Tablets.

Das Ziel ist es, Schwachstellen aufzudecken, die es einem Angreifer ermöglichen könnten, unbefugten Zugriff zu erlangen, Daten zu stehlen, Geräte zu manipulieren oder das System zu stören.

Die Methodik des Red Teaming für Smart Homes

Ein typischer ethischer Hacking-Prozess für ein Smart Home könnte folgende Schritte umfassen:

  1. Zieldefinition: Klare Festlegung, welche Systeme und Geräte getestet werden sollen und welche Art von Angriffen simuliert werden.
  2. Informationsbeschaffung (Reconnaissance): Sammeln von Informationen über das Netzwerk und die Geräte, ähnlich wie ein echter Angreifer vorgehen würde. Dies kann das Scannen von Ports, das Identifizieren von Geräteherstellern und Modellen sowie das Auslesen von Geräteinformationen umfassen.
  3. Schwachstellenanalyse: Identifizierung bekannter Schwachstellen, die für die gefundenen Geräte und Softwareversionen relevant sind.
  4. Exploitation: Versuch, die identifizierten Schwachstellen auszunutzen, um Zugang zum System zu erhalten oder Kontrolle über Geräte zu erlangen. Dies kann durch das Ausnutzen von Softwarefehlern, das Umgehen von Anmeldesystemen oder das Ausnutzen von Netzwerkprotokoll-Schwachstellen geschehen.
  5. Post-Exploitation: Nach erfolgreichem Eindringen wird getestet, welche weiteren Aktionen möglich sind, wie z. B. das Erweitern der Zugriffsrechte, das Seitwärtsbewegen im Netzwerk oder das Extrahieren von Daten.
  6. Berichterstattung: Detaillierte Dokumentation aller gefundenen Schwachstellen, der angewandten Methoden und der potenziellen Auswirkungen. Empfehlungen zur Behebung der Schwachstellen werden ebenfalls gegeben.
"Ethisches Hacking ist kein einmaliger Test, sondern ein fortlaufender Prozess. Die Bedrohungslandschaft entwickelt sich ständig weiter, und unsere Verteidigungsstrategien müssen Schritt halten."
— Dr. Anya Sharma, Cybersicherheitsexpertin für IoT-Systeme

Konkrete Bedrohungsvektoren für 2027

Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran, und damit ändern sich auch die Methoden und Werkzeuge, die Cyberkriminelle einsetzen. Im Jahr 2027 werden wir wahrscheinlich eine Zunahme von Angriffen sehen, die auf fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz und die weiter wachsende Vernetzung unserer Geräte setzen.

Es ist unerlässlich, sich dieser zukünftigen Bedrohungen bewusst zu sein, um präventive Maßnahmen ergreifen zu können. Die Anpassung der Sicherheitsstrategien an diese sich entwickelnden Risiken ist der Schlüssel zur langfristigen Sicherheit unseres digitalen Zuhauses.

KI-gestützte Angriffe auf Automatisierungsprozesse

Künstliche Intelligenz (KI) wird bis 2027 nicht nur die Hausautomatisierung selbst verbessern, sondern auch von Angreifern genutzt werden, um ausgeklügelte Angriffe zu starten. KI kann verwendet werden, um komplexe Angriffsmuster zu erkennen und zu adaptieren, personalisierte Phishing-Kampagnen zu erstellen, die menschliche Verhaltensweisen imitieren, und automatisierte Schwachstellenscans durchzuführen, die wesentlich effizienter sind als heutige Methoden.

KI-gestützte Angriffe könnten lernen, wie Ihre Smart-Home-Geräte normalerweise interagieren, und dann subtile Abweichungen einführen, um unbemerkt zu bleiben. Sie könnten auch dazu verwendet werden, die Sicherheitsprotokolle intelligenter Systeme zu brechen oder sich gegen die automatischen Erkennungssysteme von Sicherheitssoftware zu verteidigen. Dies erfordert von uns, dass wir ebenfalls KI-gestützte Verteidigungsmechanismen entwickeln.

IoT-Botnetze und ihre Eskalation

Botnetze, die aus gekaperten IoT-Geräten bestehen, sind bereits heute eine erhebliche Bedrohung. Im Jahr 2027 werden diese Botnetze wahrscheinlich noch größer, leistungsfähiger und schwerer zu identifizieren sein. Angreifer werden die enorme Anzahl vernetzter Geräte nutzen, um massive Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe zu starten, die ganze Internetdienste lahmlegen können.

Darüber hinaus könnten Botnetze für komplexere Operationen eingesetzt werden, wie z. B. das Mining von Kryptowährungen, das Versenden von Spam-E-Mails in einem noch nie dagewesenen Ausmaß oder sogar für die Koordination von physischen Angriffen, indem sie gleichzeitig Türen öffnen oder Alarmanlagen deaktivieren.

Physische Angriffe durch kompromittierte Smart Locks

Smart Locks versprechen Bequemlichkeit und Sicherheit, sind aber auch ein primäres Ziel für physische Angriffe. Im Jahr 2027 könnten Angreifer fortgeschrittene Methoden entwickeln, um Smart Locks zu umgehen, sei es durch Ausnutzen von Schwachstellen in der drahtlosen Kommunikation, durch Brute-Force-Angriffe auf die zugehörigen Apps oder sogar durch die Nutzung von 3D-gedruckten Schlüsseln, die auf Basis von gescannten oder kompromittierten Daten erstellt wurden.

Ein kompromittiertes Smart Lock kann nicht nur den direkten Zugang zu Ihrem Zuhause ermöglichen, sondern auch als erster Schritt in eine umfassendere Kompromittierung Ihres gesamten Smart-Home-Systems dienen. Die Sicherheit dieser physisch wirksamen Geräte darf niemals unterschätzt werden.

Erwartete Zunahme von Cyberangriffen auf Smart Homes bis 2027
KI-gestützte Angriffe150%
IoT-Botnet-Aktivitäten120%
Physische Angriffe (Smart Locks)90%
Datenschutzverletzungen110%

Schritte zur Absicherung Ihres Smart Homes

Die gute Nachricht ist, dass Sie nicht hilflos den wachsenden Bedrohungen ausgeliefert sind. Mit gezielten Maßnahmen können Sie die Sicherheit Ihres Smart Homes erheblich verbessern und das Risiko eines Cyberangriffs minimieren. Ethisches Hacking zeigt uns, wo die Schwachstellen liegen, aber die Implementierung der Verteidigung liegt in unserer Hand.

Diese Schritte sind oft einfach umzusetzen und erfordern keine fortgeschrittenen technischen Kenntnisse. Sie bilden die Grundlage für ein sichereres und komfortableres Smart Home.

Netzwerksicherheit für Anfänger

Ändern Sie Ihr Standard-WLAN-Passwort: Dies ist der wichtigste erste Schritt. Verwenden Sie ein starkes, einzigartiges Passwort, das eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen enthält. Vermeiden Sie leicht zu erratende Passwörter.

Nutzen Sie WPA3-Verschlüsselung: Überprüfen Sie in den Einstellungen Ihres Routers, ob WPA3 verfügbar ist und aktivieren Sie es. Dies ist das derzeit sicherste WLAN-Verschlüsselungsprotokoll.

Richten Sie ein separates Gastnetzwerk ein: Viele Router ermöglichen die Erstellung eines separaten Netzwerks für Gäste. Dies isoliert Ihre Gäste von Ihrem Hauptnetzwerk, in dem sich Ihre Smart-Home-Geräte befinden.

Deaktivieren Sie WPS (Wi-Fi Protected Setup): WPS ist eine Funktion, die zwar die Verbindung vereinfachen soll, aber auch eine bekannte Sicherheitslücke darstellt.

Gerätemanagement und Updates

Ändern Sie Standard-Passwörter für jedes Gerät: Jedes Smart-Home-Gerät, das eine Anmeldeoption hat, sollte ein eigenes, starkes und einzigartiges Passwort erhalten. Notieren Sie sich diese Passwörter sicher, falls Sie sie nicht im Kopf behalten können.

Halten Sie Firmware und Software aktuell: Aktivieren Sie automatische Updates, wo immer dies möglich ist. Wenn automatische Updates nicht verfügbar sind, überprüfen Sie regelmäßig die Websites der Hersteller auf neue Firmware-Versionen und installieren Sie diese umgehend.

Deaktivieren Sie unnötige Funktionen: Wenn ein Gerät über Funktionen verfügt, die Sie nicht nutzen, wie z. B. Fernzugriff oder Sprachsteuerung, deaktivieren Sie diese in den Einstellungen. Jede aktivierte Funktion ist ein potenzieller Angriffsvektor.

Entfernen Sie alte Geräte: Wenn Sie ein Gerät nicht mehr verwenden, trennen Sie es vom Netzwerk und setzen Sie es auf die Werkseinstellungen zurück, um sicherzustellen, dass es keine Hintertüren mehr offenlässt.

Datenschutz und Benutzerkontrolle

Überprüfen Sie die Datenschutzeinstellungen: Machen Sie sich mit den Datenschutzeinstellungen jedes Geräts und jeder App vertraut. Beschränken Sie die Datenerfassung auf das unbedingt Notwendige.

Seien Sie vorsichtig mit Sprachassistenten: Überlegen Sie, welche Daten Sie Ihren Sprachassistenten preisgeben möchten. Viele Geräte bieten die Möglichkeit, die Aufzeichnung zu pausieren oder zu löschen.

Nutzen Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Wo immer möglich, aktivieren Sie 2FA für Ihre Smart-Home-Konten. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem neben dem Passwort ein zweiter Verifizierungscode erforderlich ist.

Seien Sie misstrauisch gegenüber Updates und Anfragen: Seien Sie vorsichtig bei unerwarteten E-Mails oder Nachrichten, die nach persönlichen Informationen fragen oder Sie auffordern, auf Links zu klicken oder Software herunterzuladen. Überprüfen Sie immer die Quelle.

90%
Smart Homes mit mindestens einer unsicheren Einstellung
75%
Nutzer, die Standard-Passwörter nie ändern
65%
Geräte, die seit über einem Jahr keine Firmware-Updates erhalten haben
40%
Nutzer, die sich der Datenschutzrisiken bewusst sind

Die Zukunft der Smart Home Sicherheit: Ein Ausblick

Die Entwicklung der Hausautomatisierung ist unaufhaltsam, und damit einhergehend wird auch die Komplexität der Sicherheitsherausforderungen steigen. Ethisches Hacking wird eine immer wichtigere Rolle spielen, um die Lücke zwischen der schnellen Verbreitung neuer Technologien und der Gewährleistung robuster Sicherheit zu schließen.

Wir werden sehen, wie Hersteller vermehrt auf "Security by Design" setzen, d. h. Sicherheit wird von Anfang an in die Entwicklung von Geräten integriert, anstatt nachträglich hinzugefügt zu werden. Dies könnte die Einführung von standardisierten Sicherheitszertifizierungen für IoT-Geräte beinhalten, ähnlich wie wir es von anderen Elektronikprodukten kennen.

Die Rolle von KI in der Sicherheit wird weiter zunehmen. Nicht nur für Angriffe, sondern auch für die proaktive Erkennung und Abwehr von Bedrohungen. Intelligente Systeme werden in der Lage sein, Anomalien im Netzwerkverhalten zu erkennen und automatisch darauf zu reagieren, bevor Schaden entsteht.

Für Verbraucher wird es entscheidend sein, sich kontinuierlich über die neuesten Sicherheitstrends zu informieren und wachsam zu bleiben. Die Verantwortung für die Sicherheit unseres Smart Homes liegt letztlich bei uns. Durch die Anwendung der Prinzipien des ethischen Hackings – die Neugier, die Analyse und die proaktive Fehlerbehebung – können wir sicherstellen, dass unser Zuhause ein sicherer Hafen bleibt, auch im Angesicht der technologischen Fortschritte und der damit verbundenen Risiken.

Die Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Sicherheitsexperten und Verbrauchern ist der Schlüssel. Nur so können wir die Vorteile der Hausautomatisierung genießen, ohne unsere Privatsphäre und Sicherheit zu opfern. Die Zukunft der Smart-Home-Sicherheit ist eine gemeinsame Anstrengung, die auf Wissen, Wachsamkeit und dem kontinuierlichen Streben nach besseren Verteidigungsmechanismen basiert.

Was ist der Unterschied zwischen ethischem Hacking und bösartigem Hacking?
Ethisches Hacking wird mit Erlaubnis des Eigentümers durchgeführt, um Schwachstellen zu finden und zu beheben. Bösartiges Hacking hingegen geschieht ohne Erlaubnis und mit der Absicht, Schaden anzurichten, Daten zu stehlen oder Systeme zu stören.
Muss ich ein Experte sein, um mein Smart Home abzusichern?
Nein, viele grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie das Ändern von Standard-Passwörtern, das Aktualisieren von Firmware und die Nutzung starker WLAN-Verschlüsselung sind auch für Nicht-Experten leicht umsetzbar und bieten bereits einen erheblichen Schutz.
Wie oft sollte ich meine Smart-Home-Geräte überprüfen lassen?
Es empfiehlt sich, regelmäßige Überprüfungen durchzuführen, besonders nach größeren Firmware-Updates oder wenn Sie neue Geräte hinzufügen. Ein jährlicher Penetrationstest durch einen Sicherheitsexperten ist ebenfalls ratsam, um auf dem neuesten Stand der Bedrohungen zu bleiben.
Können meine Smart-Home-Geräte tatsächlich gehackt werden, auch wenn ich sie nicht direkt verwende?
Ja, das ist leider möglich. Geräte können über das Internet aus der Ferne angegriffen werden, wenn sie Schwachstellen aufweisen oder unsicher konfiguriert sind. Selbst Geräte, die nicht aktiv genutzt werden, können ein Einfallstor für Angreifer darstellen.