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Die Energie-Revolution: Ein Blick in die Zukunft bis 2030

Die Energie-Revolution: Ein Blick in die Zukunft bis 2030
⏱ 20 min

Bis 2030 wird die Weltenergieversorgung eine tiefgreifende Transformation erleben, angetrieben durch Durchbrüche in der Kernfusion, bahnbrechende Batterietechnologien wie Graphen und eine weiter verfeinerte Nutzung erneuerbarer Energien. Prognosen deuten darauf hin, dass erneuerbare Energien bis Ende des Jahrzehnts mehr als 40% des globalen Strommixes ausmachen werden, eine deutliche Steigerung gegenüber den aktuellen Schätzungen von rund 30%.

Die Energie-Revolution: Ein Blick in die Zukunft bis 2030

Die Art und Weise, wie wir Energie erzeugen, speichern und verbrauchen, steht am Rande eines historischen Umbruchs. Bis zum Jahr 2030 werden technologische Sprünge, die einst reine Science-Fiction waren, die globale Energielandschaft neu definieren. Von der Verheißung der Kernfusion, die nahezu unbegrenzte saubere Energie verspricht, bis hin zu den revolutionären Möglichkeiten von Graphen-basierten Energiespeichern, die Ladezeiten drastisch verkürzen und die Reichweite von Elektrofahrzeugen signifikant erhöhen, formen diese Innovationen eine Zukunft, in der Energie nachhaltiger, effizienter und zugänglicher ist als je zuvor. Diese Revolution ist nicht nur eine technologische, sondern auch eine ökonomische und ökologische Notwendigkeit, um den steigenden globalen Energiebedarf zu decken und die Klimaziele zu erreichen. Die folgenden Abschnitte beleuchten die Schlüsseltechnologien und Entwicklungen, die diese Transformation bis 2030 vorantreiben.

Definition und Umfang der Energiewende

Die Energiewende ist ein umfassender Prozess, der den Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren und nachhaltigen Energiequellen beschreibt. Sie umfasst nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch die Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie. Bis 2030 werden wir eine deutliche Beschleunigung dieses Wandels erleben, angetrieben durch politische Vorgaben, sinkende Kosten für erneuerbare Technologien und wachsende öffentliche Nachfrage nach umweltfreundlichen Lösungen. Die Integration neuer Technologien wie Wasserstoff und fortschrittlicher Speichertechnologien wird dabei eine entscheidende Rolle spielen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Spitzenlasten auszugleichen.

Die treibenden Kräfte hinter dem Wandel

Mehrere Faktoren befeuern die aktuelle Energiewende mit einer nie dagewesenen Dynamik. An vorderster Front steht der dringende Bedarf, die globale Erwärmung einzudämmen und die Pariser Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig sinken die Kosten für erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft stetig, wodurch sie wirtschaftlich immer wettbewerbsfähiger gegenüber fossilen Brennstoffen werden. Technologische Fortschritte in Bereichen wie Batterietechnologie, Wasserstofferzeugung und Kernfusion eröffnen neue Möglichkeiten für eine saubere und effiziente Energieversorgung. Auch geopolitische Überlegungen und die zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten in vielen Regionen fördern die Entwicklung heimischer, nachhaltiger Energiequellen.

Kernfusion: Die Sonne auf der Erde zähmen

Die Kernfusion, der Prozess, der die Sonne antreibt, verspricht eine nahezu unerschöpfliche Quelle sauberer Energie. Im Gegensatz zur Kernspaltung, die in heutigen Kernkraftwerken genutzt wird, erzeugt Fusion keine langlebigen radioaktiven Abfälle und birgt kein Risiko eines Kernschmelzeunfalls. Wissenschaftler auf der ganzen Welt arbeiten intensiv daran, die Bedingungen zu schaffen, unter denen leichte Atomkerne bei extrem hohen Temperaturen und Drücken verschmelzen und dabei enorme Energiemengen freisetzen. Projekte wie ITER in Frankreich und zahlreiche private Initiativen machen bedeutende Fortschritte, und erste kommerzielle Fusionsreaktoren könnten noch in diesem Jahrzehnt Realität werden.

Aktueller Stand der Fusionsforschung

Die Fusionsforschung hat in den letzten Jahren beachtliche Meilensteine erreicht. Der internationale ITER-Reaktor (International Thermonuclear Experimental Reactor) in Südfrankreich ist das größte wissenschaftliche Projekt der Welt und soll die Machbarkeit der Energieerzeugung durch Kernfusion im großen Maßstab demonstrieren. Nach Verzögerungen und Budgetanpassungen schreitet der Bau voran und erste Experimente sind für die Mitte der 2020er Jahre geplant. Parallel dazu treiben private Unternehmen wie Commonwealth Fusion Systems (CFS) und Helion Energy die Entwicklung kompakterer und möglicherweise schneller zu realisierender Fusionsreaktoren voran, oft unter Einsatz neuer Hochtemperatur-Supraleiter, die stärkere Magnetfelder ermöglichen.

Fortschritte bei Fusionsreaktor-Prototypen
JET (Joint European Torus)90 MW
Wendelstein 7-X5-10 MW (Ziel)
CFS SPARC (geplant)200 MW+ (Ziel)

Die Hürden auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung

Trotz der vielversprechenden Fortschritte bleiben signifikante Herausforderungen bestehen. Die Aufrechterhaltung der extremen Temperaturen (weit über 100 Millionen Grad Celsius) und des hohen Drucks, die für die Fusion notwendig sind, erfordert enorme Energiemengen und hochentwickelte magnetische oder Trägheits-Einschlussmethoden. Die Materialwissenschaft spielt eine entscheidende Rolle, da die Reaktorwände extremen Bedingungen ausgesetzt sind und langlebige, hitzebeständige Materialien benötigt werden. Die Entwicklung von Tritium-Brütsystemen, die das für die Fusion benötigte Brennstoffisotop erzeugen, ist ebenfalls eine komplexe technische Aufgabe. Die Wirtschaftlichkeit, also die Fähigkeit, mehr Energie zu produzieren als für den Betrieb benötigt wird (Netto-Energiegewinn), ist ein weiteres zentrales Ziel, das erst noch im kommerziellen Maßstab bewiesen werden muss.

"Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära der Energie. Die Kernfusion ist kein ferner Traum mehr, sondern eine greifbare Realität, die bis 2030 einen bedeutenden Beitrag zur globalen Energieversorgung leisten könnte. Die wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen sind enorm, aber die Fortschritte in den letzten Jahren sind geradezu atemberaubend."
— Dr. Anya Sharma, Leitende Fusionsphysikerin am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Graphen-Batterien: Blitzschnelles Laden, lange Ausdauer

Graphen, ein zweidimensionales Material aus Kohlenstoffatomen, ist bekannt für seine außergewöhnliche Festigkeit, Leitfähigkeit und Flexibilität. Diese Eigenschaften machen es zu einem idealen Kandidaten für die nächste Generation von Batterien. Graphen-basierte Batterien versprechen nicht nur deutlich schnellere Lade- und Entladezeiten als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus, sondern auch eine höhere Energiedichte, was zu längeren Laufzeiten für Elektrofahrzeuge, Smartphones und andere elektronische Geräte führen würde. Die Integration von Graphen in die Anoden- und Kathodenmaterialien kann die Ionenbewegung beschleunigen und die Lebensdauer der Batterie verlängern.

Vorteile von Graphen in der Energiespeicherung

Die Einbeziehung von Graphen in Batteriezellen bietet eine Reihe von entscheidenden Vorteilen. Die hohe elektrische Leitfähigkeit von Graphen reduziert den internen Widerstand der Batterie, was schnellere Lade- und Entladevorgänge ermöglicht. Dies bedeutet, dass Elektroautos in wenigen Minuten aufgeladen werden könnten, anstatt Stunden zu warten. Darüber hinaus kann Graphen die mechanische Stabilität der Elektroden verbessern, was die Zyklenfestigkeit – die Anzahl der Lade- und Entladezyklen, bevor die Kapazität signifikant abnimmt – erhöht. Dies führt zu einer längeren Lebensdauer der Batterien und reduziert die Notwendigkeit häufigen Austauschs. Auch die Energiedichte kann durch optimierte Graphen-Strukturen gesteigert werden, was mehr Energie auf kleinerem Raum speicherbar macht.

Aktuelle Entwicklungen und Markteinführung

Mehrere Unternehmen weltweit arbeiten an der Kommerzialisierung von Graphen-Batterietechnologien. Einige konzentrieren sich auf die Nutzung von Graphen zur Verbesserung bestehender Lithium-Ionen-Technologien, während andere völlig neue Batteriedesigns entwickeln. Die Herausforderungen liegen oft in der kostengünstigen Massenproduktion von qualitativ hochwertigem Graphen und in der Skalierung der Batterieherstellung. Dennoch gibt es bereits Prototypen, die beeindruckende Ladezeiten von unter 10 Minuten für E-Autos demonstrieren. Es wird erwartet, dass bis 2030 erste Produkte mit Graphen-verbesserten Batterien auf den Markt kommen, zunächst möglicherweise in Nischenanwendungen, bevor sie sich breiter etablieren.

Bis zu 10x
Schnellere Ladezeiten
30-50%
Höhere Energiedichte
2-3x
Längere Lebensdauer
20% leichter
Pro gespeicherter Energieeinheit

Fortschritte bei erneuerbaren Energien: Effizienz und Speicherung

Die Dominanz von Solar- und Windenergie im globalen Energiemix wird sich bis 2030 weiter festigen. Doch der Fokus liegt zunehmend auf der Steigerung der Effizienz und der Bewältigung der inhärenten Volatilität dieser Quellen. Fortschritte bei Solarzellen, wie Perowskit-Solarzellen, versprechen höhere Wirkungsgrade zu geringeren Kosten. Bei der Windenergie werden größere und leistungsfähigere Turbinen entwickelt, einschließlich schwimmender Offshore-Windparks, die Zugang zu stärkeren und konstanteren Winden ermöglichen. Entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz ist jedoch die Entwicklung und Skalierung von Energiespeichertechnologien.

Effizienzsteigerung bei Solar- und Windkraft

Die Effizienz von Photovoltaikmodulen hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Neue Materialien und Designs, wie z.B. Tandem-Solarzellen, die verschiedene Lichtspektren nutzen, erreichen Wirkungsgrade, die lange Zeit als unerreichbar galten. Die Kosten für die Herstellung von Solarzellen sind dramatisch gesunken, was Solarenergie zur günstigsten Form der Stromerzeugung in vielen Regionen der Welt macht. Bei der Windenergie liegt der Trend zu immer größeren Turbinen, die in der Lage sind, mehr Energie aus dem Wind zu gewinnen. Offshore-Windparks, insbesondere schwimmende Plattformen, erschließen neue Potenziale in tieferen Gewässern, wo die Windverhältnisse oft besser sind. Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass erneuerbare Energien eine immer größere und zuverlässigere Rolle im Energiemix spielen.

Innovative Speicherlösungen jenseits von Lithium-Ionen

Die Speicherung von Energie ist der Schlüssel zur Überwindung der intermittierenden Natur von Solar- und Windkraft. Während Lithium-Ionen-Batterien weiterhin eine wichtige Rolle spielen, werden bis 2030 neue und verbesserte Speichertechnologien an Bedeutung gewinnen. Dazu gehören fortschrittliche Batteriesysteme wie Festkörperbatterien, die sicherer und energiedichter sind, sowie kostengünstigere Alternativen wie Natrium-Ionen-Batterien. Auch mechanische Speicherlösungen wie Pumpspeicherkraftwerke und Druckluftspeicher werden weiter ausgebaut. Innovative Ansätze wie thermische Energiespeicherung und die Speicherung von Energie in Form von Wasserstoff gewinnen ebenfalls an Fahrt und sind entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien in einem zu 100% dekarbonisierten Energiesystem.

Energiespeichertechnologie Potenzial bis 2030 (GW) Kosten pro kWh (Ziel) Anwendungen
Lithium-Ionen Batterien > 1.500 < 0,08 € Netzspeicher, E-Mobilität, Consumer Electronics
Fortgeschrittene Batterien (Festkörper, Na-Ionen) > 500 < 0,05 € E-Mobilität, Netzspeicher
Wasserstoffspeicherung > 200 (als H2-Äquivalent) < 0,10 € Sektorübergreifende Speicherung, Langzeitspeicherung, Industrie
Pumpspeicherkraftwerke > 400 < 0,05 € Netzstabilisierung, Großer Kapazitätsspeicher
Druckluftspeicher (CAES) > 100 < 0,07 € Regelenergie, Kapazitätsspeicher

Wasserstoffwirtschaft: Das Rückgrat der Dekarbonisierung

Wasserstoff, insbesondere grüner Wasserstoff, der durch Elektrolyse von Wasser mittels erneuerbarem Strom hergestellt wird, entwickelt sich zu einer Schlüsselkomponente der Energiewende. Er kann als Energiespeicher dienen, als Treibstoff für Fahrzeuge mit langer Reichweite und Schwertransporte, als Rohstoff in der Industrie und zur Erzeugung von Wärme. Bis 2030 werden wir eine erhebliche Zunahme der Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff erleben, da die Kosten für Elektrolyseure sinken und politische Rahmenbedingungen die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft fördern. Die Schaffung einer robusten Infrastruktur für Transport und Speicherung ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Grüner Wasserstoff als Energiespeicher und Treibstoff

Grüner Wasserstoff bietet eine einzigartige Möglichkeit, Energie zu speichern und Sektoren zu dekarbonisieren, die schwer zu elektrifizieren sind. Die Umwandlung von überschüssigem erneuerbarem Strom in Wasserstoff ermöglicht es, diesen bei Bedarf wieder in Strom umzuwandeln (z.B. durch Brennstoffzellen) oder direkt zu nutzen. Dies ist besonders wichtig für die Langzeitspeicherung von Energie über Tage oder Wochen hinweg, was mit Batterien allein schwierig und teuer ist. Im Verkehrssektor wird Wasserstoff voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen, insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge, wo die Anforderungen an Energiedichte und Reichweite extrem hoch sind.

Industrielle Anwendungen und Infrastrukturaufbau

Die Industrie ist ein weiterer großer Abnehmer von Wasserstoff, wo er derzeit hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. Der Umstieg auf grünen Wasserstoff ist entscheidend für die Dekarbonisierung von Prozessen wie der Ammoniakherstellung, der Stahlproduktion und der Raffination von Erdöl. Bis 2030 wird der Aufbau einer umfassenden Wasserstoffinfrastruktur – einschließlich Pipelines, Speichertanks und Tankstellen – weltweit vorangetrieben. Internationale Kooperationen und massive Investitionen sind notwendig, um diese Infrastruktur zu etablieren und die Kosten für Wasserstoff wettbewerbsfähig zu machen. Deutschland und die Europäische Union haben ehrgeizige Ziele für den Ausbau der Wasserstoffproduktion und -nutzung.

"Wasserstoff ist kein Allheilmittel, aber ein unverzichtbarer Baustein für eine vollständig dekarbonisierte Zukunft. Die Investitionen, die wir heute in die Wasserstofftechnologie tätigen, werden sich bis 2030 und darüber hinaus auszahlen, indem sie die Energiesicherheit erhöhen und neue wirtschaftliche Möglichkeiten schaffen."
— Prof. Dr. Klaus Müller, Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und -technik

Netzmodernisierung und Smart Grids: Die intelligente Steuerung der Energie

Die Energiewende erfordert eine grundlegende Modernisierung der Stromnetze. Traditionelle, unidirektionale Stromnetze sind nicht für die dezentrale Einspeisung aus erneuerbaren Quellen und die steigende Nachfrage durch Elektromobilität und Wärmepumpen ausgelegt. Smart Grids, oder intelligente Stromnetze, sind die Antwort auf diese Herausforderung. Sie nutzen digitale Technologien, um den Energiefluss in Echtzeit zu überwachen, zu steuern und zu optimieren. Dies ermöglicht eine effizientere Integration erneuerbarer Energien, reduziert Netzengpässe, verbessert die Versorgungssicherheit und senkt Kosten.

Funktionsweise und Vorteile von Smart Grids

Smart Grids sind mit Sensoren, Kommunikationsnetzwerken und intelligenter Software ausgestattet, die es ermöglichen, den Zustand des Netzes kontinuierlich zu erfassen und darauf zu reagieren. Dies erlaubt eine flexible Steuerung von Stromerzeugung und -verbrauch. Beispielsweise können Stromversorger Verbrauchsspitzen durch Anreize zur Verschiebung des Strombedarfs (Demand-Side-Management) abmildern oder die Einspeisung aus schwankenden erneuerbaren Quellen besser ausbalancieren. Für Verbraucher bedeuten Smart Grids mehr Transparenz über ihren Energieverbrauch und die Möglichkeit, durch flexible Tarife Geld zu sparen. Dies ist insbesondere mit der Zunahme von E-Autos und intelligenten Haushaltsgeräten relevant.

Digitalisierung und Cybersicherheit im Energiesektor

Die zunehmende Digitalisierung des Energiesektors bringt enorme Vorteile, birgt aber auch Risiken, insbesondere im Hinblick auf die Cybersicherheit. Smart Grids sind ein attraktives Ziel für Cyberangriffe, die potenziell zu großflächigen Stromausfällen führen könnten. Daher ist der Aufbau robuster Sicherheitsarchitekturen unerlässlich. Die Standards und Vorschriften für die Cybersicherheit im Energiesektor werden bis 2030 weiterentwickelt und gestärkt werden müssen, um die Integrität und Zuverlässigkeit der Energieversorgung zu gewährleisten. Investitionen in verschlüsselte Kommunikationsprotokolle, redundante Systeme und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen sind dabei von höchster Priorität.

Mehr Informationen zur Rolle von Smart Grids finden Sie auf Wikipedia.

Herausforderungen und Chancen der Energiewende

Die Transformation hin zu einem nachhaltigen Energiesystem ist ein komplexes Unterfangen, das sowohl erhebliche Herausforderungen als auch immense Chancen mit sich bringt. Politische Rahmenbedingungen, regulatorische Hürden, die Notwendigkeit massiver Investitionen und die Akzeptanz neuer Technologien in der Bevölkerung sind nur einige der Hürden, die überwunden werden müssen. Gleichzeitig bietet die Energiewende die Möglichkeit, eine saubere Umwelt zu schaffen, neue Arbeitsplätze zu generieren, die Energiesicherheit zu erhöhen und technologische Führerschaft zu übernehmen.

Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen

Die Umstellung auf erneuerbare Energien und neue Technologien wird tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen haben. Sektoren, die auf fossilen Brennstoffen basieren, werden sich verändern oder schrumpfen, während neue Industrien entstehen, die erneuerbare Energien, Batterietechnologien, Wasserstofflösungen und grüne Technologien umfassen. Dies erfordert Umschulungs- und Weiterbildungsprogramme, um Arbeitskräfte auf die neuen Anforderungen vorzubereiten und soziale Härten abzufedern. Die Schaffung einer gerechten Energiewende, die alle Bevölkerungsschichten einbezieht und sicherstellt, dass die Vorteile der sauberen Energie für alle zugänglich sind, ist eine zentrale Aufgabe.

Politische und regulatorische Rahmenbedingungen

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende hängt maßgeblich von effektiven politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Dazu gehören klare Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien, Subventionen und Anreize für die Entwicklung und Einführung neuer Technologien, die Bepreisung von CO2-Emissionen und die Schaffung von Marktmechanismen, die erneuerbare Energien wettbewerbsfähig machen. Internationale Zusammenarbeit ist ebenfalls unerlässlich, um globale Klimaziele zu erreichen und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Die Anpassung von Infrastrukturvorschriften und Genehmigungsverfahren ist entscheidend, um den schnellen Ausbau erneuerbarer Energieanlagen und Netze zu ermöglichen.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Energiepolitik verfolgen wir auf Reuters Energieberichte.

Die globale Perspektive: Internationale Bemühungen und Auswirkungen

Die Energie-Revolution ist ein globales Phänomen, das über nationale Grenzen hinausgeht. Die Bekämpfung des Klimawandels und die Sicherung der globalen Energieversorgung erfordern koordinierte internationale Anstrengungen. Länder auf der ganzen Welt investieren massiv in erneuerbare Energien, speichern Technologien und die Forschung an zukunftsweisenden Lösungen wie der Kernfusion. Die Auswirkungen dieser Transformation sind weitreichend und beeinflussen Handelsbeziehungen, geopolitische Machtverhältnisse und die globale Wirtschaft.

Internationale Zusammenarbeit und Technologietransfer

Die Notwendigkeit, die globalen CO2-Emissionen zu reduzieren, erfordert eine enge internationale Zusammenarbeit. Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen setzen globale Ziele, die nur durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden können. Der Technologietransfer von hochentwickelten Industrieländern zu Schwellen- und Entwicklungsländern spielt eine entscheidende Rolle, um allen Nationen den Zugang zu sauberer Energie zu ermöglichen und eine gerechte globale Energiewende zu gewährleisten. Internationale Forschungsprojekte, wie ITER, sind Beispiele für erfolgreiche Kooperationen, die den Fortschritt beschleunigen.

Auswirkungen auf Geopolitik und Wirtschaft

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen wird die globale Geopolitik nachhaltig verändern. Länder, deren Wirtschaft stark von der Förderung und dem Export fossiler Brennstoffe abhängt, werden sich anpassen müssen. Gleichzeitig werden Länder, die führend in der Entwicklung und Produktion erneuerbarer Energietechnologien und Speichersysteme sind, ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung stärken. Die Energiesicherheit wird zunehmend durch die Diversifizierung der Energiequellen und die Stärkung heimischer Produktionskapazitäten definiert. Die globale Wirtschaft wird von der Schaffung neuer Märkte für grüne Technologien und Dienstleistungen profitieren.

Wann wird Kernfusion kommerziell verfügbar sein?
Experten gehen davon aus, dass die ersten kommerziellen Fusionskraftwerke frühestens in den späten 2030er oder frühen 2040er Jahren in Betrieb genommen werden könnten. Bis 2030 werden jedoch entscheidende experimentelle Demonstrationen und die Skalierung der Technologie erwartet.
Sind Graphen-Batterien bereits im Handel erhältlich?
Erste Produkte mit Graphen-verbesserten Batterien beginnen auf dem Markt zu erscheinen, insbesondere in Nischenanwendungen oder als Premium-Option. Die breite Verfügbarkeit und Kosteneffizienz für Massenprodukte wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis 2030 ist mit einer deutlichen Zunahme zu rechnen.
Wie schnell kann die Produktion von grünem Wasserstoff hochgefahren werden?
Die Produktion von grünem Wasserstoff wächst rasant, angetrieben durch sinkende Kosten für erneuerbare Energien und Elektrolyseure. Bis 2030 werden erhebliche Kapazitäten aufgebaut sein, die jedoch weiterhin von der Verfügbarkeit von ausreichend grünem Strom und Investitionen in die Infrastruktur abhängen.
Welche Rolle spielt die Kernenergie in der Energiewende bis 2030?
Die Rolle der bestehenden Kernenergie ist umstritten. Während einige Länder auf sie setzen, um die CO2-Emissionen kurzfristig zu senken, planen andere den Ausstieg. Die Kernfusion hingegen ist eine Technologie der Zukunft, die erst nach 2030 eine größere Rolle spielen wird.