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Jenseits von Silizium: Die reale Auswirkung von Quantencomputern bis 2030

Jenseits von Silizium: Die reale Auswirkung von Quantencomputern bis 2030
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Bis 2030 wird geschätzt, dass der globale Markt für Quantencomputing über 650 Millionen US-Dollar erreichen wird, ein exponentielles Wachstum, das die Art und Weise, wie wir Probleme lösen, grundlegend verändern wird.

Jenseits von Silizium: Die reale Auswirkung von Quantencomputern bis 2030

Die Vorstellung von Quantencomputern ist seit Jahrzehnten ein Thema der Science-Fiction und akademischen Forschung. Doch die technologischen Fortschritte der letzten Jahre deuten darauf hin, dass diese theoretischen Konzepte bald die reale Welt prägen werden. Bis 2030 werden Quantencomputer nicht mehr nur in Laboren und spezialisierten Forschungseinrichtungen zu finden sein, sondern beginnen, konkrete Auswirkungen in einer Vielzahl von Industrien zu erzielen. Dieser Wandel markiert einen bedeutenden Sprung über die Grenzen der klassischen Silizium-basierten Computertechnologie hinaus und verspricht, Probleme zu lösen, die bisher als unlösbar galten.

Die transformative Kraft des Quantencomputings liegt in seiner Fähigkeit, Quantenphänomene wie Superposition und Verschränkung zu nutzen. Während klassische Computer Informationen in Bits speichern, die entweder 0 oder 1 sind, können Quantencomputer Qubits verwenden, die beide Zustände gleichzeitig darstellen können. Dies ermöglicht eine exponentielle Steigerung der Rechenleistung für bestimmte Arten von Problemen. Die Auswirkungen werden weitreichend sein, von der Entdeckung neuer Medikamente und Materialien bis hin zur Optimierung komplexer logistischer Netzwerke und der Entwicklung robusterer Verschlüsselungsmethoden.

Die Grundlagen des Quantencomputings verstehen

Um die Auswirkungen bis 2030 zu verstehen, ist es wichtig, die Kernprinzipien des Quantencomputings zu begreifen. Qubits sind die grundlegenden Informationseinheiten. Im Gegensatz zu klassischen Bits, die entweder einen Zustand (0) oder einen anderen (1) einnehmen können, können Qubits durch Quantenphänomene wie Superposition eine Kombination aus beiden Zuständen gleichzeitig repräsentieren. Dies bedeutet, dass mit zunehmender Anzahl von Qubits die Rechenkapazität exponentiell wächst. Ein System mit N Qubits kann 2^N Zustände gleichzeitig darstellen, während ein klassisches System mit N Bits nur einen Zustand repräsentieren kann.

Ein weiteres entscheidendes Konzept ist die Verschränkung. Wenn zwei oder mehr Qubits verschränkt sind, sind ihre Zustände miteinander verbunden, unabhängig von der räumlichen Entfernung. Eine Messung an einem verschränkten Qubit beeinflusst sofort den Zustand der anderen. Diese Eigenschaft ermöglicht es Quantencomputern, komplexe Korrelationen zu erfassen und Berechnungen durchzuführen, die für klassische Computer undenkbar wären. Algorithmen wie der Shor-Algorithmus für die Faktorisierung großer Zahlen oder der Grover-Algorithmus für die Suche in unsortierten Datenbanken demonstrieren das disruptive Potenzial.

Erste Anwendungsfälle und die NISQ-Ära

Wir befinden uns derzeit in der sogenannten "Noisy Intermediate-Scale Quantum" (NISQ)-Ära. NISQ-Geräte sind leistungsfähig genug, um potenzielle Vorteile gegenüber klassischen Computern für spezifische Probleme zu zeigen, sind aber noch anfällig für Rauschen und Fehler und verfügen nicht über eine ausreichende Anzahl von Qubits für vollständige Fehlerkorrektur. Dennoch werden in dieser Phase bereits erste praktische Anwendungen erforscht und entwickelt.

Die Industrie investiert stark in die Forschung und Entwicklung von Quantenalgorithmen und -hardware. Unternehmen wie IBM, Google, Microsoft, Intel und eine wachsende Zahl von Start-ups arbeiten an verschiedenen Ansätzen zur Quantenberechnung, darunter supraleitende Schaltkreise, Ionenfallen und topologische Qubits. Die Herausforderung besteht darin, die Qubits stabil zu halten, ihre Kohärenzzeiten zu verlängern und die Fehlerquoten zu minimieren, während gleichzeitig die Anzahl der Qubits skaliert wird.

Die Quantenrevolution: Was erwartet uns?

Bis 2030 werden wir voraussichtlich eine deutliche Verlagerung von der Grundlagenforschung hin zu realen Anwendungsfällen erleben. Die Quantencomputer der nächsten Generation werden leistungsfähiger und zuverlässiger sein als die heutigen NISQ-Geräte. Dies wird die Tür für eine breitere Palette von Problemen öffnen, die durch Quantenvorteile gelöst werden können.

Der Übergang von NISQ zu "fault-tolerant" Quantencomputern ist ein entscheidender Schritt. Dies bedeutet, dass die Computer über ausreichende redundante Qubits verfügen werden, um Fehler, die durch Umwelteinflüsse oder unvollkommene Operationen entstehen, zu erkennen und zu korrigieren. Obwohl vollständig fehlerkorrigierende Quantencomputer bis 2030 möglicherweise noch nicht weit verbreitet sein werden, werden wir signifikante Fortschritte in Richtung dieses Ziels sehen. Dies wird die Zuverlässigkeit von Quantenberechnungen erhöhen und ihre Anwendbarkeit auf kritische Aufgaben ausweiten.

Potenzielle Durchbrüche in der Arzneimittelentwicklung

Einer der vielversprechendsten Bereiche für Quantencomputing ist die pharmazeutische Industrie und die Materialwissenschaft. Die präzise Simulation von Molekülen und chemischen Reaktionen ist für klassische Computer extrem rechenintensiv. Quantencomputer können hier jedoch einen entscheidenden Vorteil bieten.

Mit Quantencomputern können Wissenschaftler die Wechselwirkungen zwischen Atomen und Molekülen mit einer beispiellosen Genauigkeit modellieren. Dies wird die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente revolutionieren, indem es die Identifizierung potenzieller Wirkstoffe beschleunigt und die Vorhersage ihrer Wirksamkeit und Nebenwirkungen verbessert. Statt jahrelanger Laborexperimente könnten Simulationen neue Kandidaten in Monaten identifizieren. Ebenso wird die Entwicklung neuer Materialien mit spezifischen Eigenschaften, wie z.B. verbesserte Batterien oder leichtere, stärkere Legierungen, erheblich beschleunigt.

Optimierung von Logistik und Finanzwesen

Die Optimierung komplexer Systeme ist ein weiteres Feld, in dem Quantencomputing erhebliche Auswirkungen haben wird. Globale Lieferketten, Verkehrsflüsse und Finanzportfolios sind Beispiele für Systeme mit einer enormen Anzahl von Variablen und Abhängigkeiten.

Quantenalgorithmen können dabei helfen, optimale Routen für Lieferdienste zu berechnen, die Effizienz von Produktionsprozessen zu steigern und komplexe Finanzmodelle zu analysieren. Im Finanzwesen könnten Quantencomputer die Risikobewertung verbessern, Betrug aufdecken und Anlagestrategien optimieren. Die Fähigkeit, eine Vielzahl von Szenarien gleichzeitig zu analysieren, wird zu effizienteren und widerstandsfähigeren Systemen führen.

Kryptographie und Datensicherheit

Ein Bereich, der sowohl von den Möglichkeiten als auch von den Risiken des Quantencomputings betroffen ist, ist die Kryptographie. Der Shor-Algorithmus hat das Potenzial, viele der heute verwendeten Verschlüsselungsverfahren, die auf der Schwierigkeit der Faktorisierung großer Zahlen basieren, zu brechen. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Datensicherheit dar.

Parallel dazu treibt die Forschung jedoch die Entwicklung von "quantensicherer" Kryptographie (Post-Quantum Cryptography) voran. Bis 2030 werden wir sehen, wie Unternehmen und Regierungen beginnen, ihre Infrastrukturen auf diese neuen, quantenresistenten Verschlüsselungsstandards umzustellen. Dies wird ein komplexer und langwieriger Prozess sein, aber die Notwendigkeit, sensible Daten vor zukünftigen Quantenangriffen zu schützen, wird diese Umstellung beschleunigen.

Prognostizierte Anwendungsbereiche von Quantencomputern bis 2030
Medizin & Materialwissenschaft35%
Finanzwesen & Logistik25%
KI & Maschinelles Lernen20%
Kryptographie & Sicherheit15%
Sonstige5%

Schlüsselsektoren im Wandel

Die Auswirkungen des Quantencomputings werden nicht auf einen einzelnen Sektor beschränkt bleiben. Vielmehr wird eine konvergente Wirkung über verschiedene Branchen hinweg erwartet. Unternehmen, die diese Technologie frühzeitig adaptieren, werden einen erheblichen Wettbewerbsvorteil erlangen.

Die Vorbereitungen für die Ära des Quantencomputings laufen bereits auf Hochtouren. Forschungseinrichtungen und Technologiegiganten investieren Milliarden in die Entwicklung von Hardware und Software. Aber auch traditionelle Industrien beginnen, die Potenziale zu erkennen und erste Pilotprojekte zu starten.

Automobilindustrie und Mobilität

Die Automobilindustrie steht an der Schwelle zur Transformation durch Quantencomputing. Von der Optimierung von Produktionsprozessen über die Entwicklung neuer Batterietechnologien bis hin zur Verbesserung autonomer Fahrsysteme sind die Anwendungsmöglichkeiten vielfältig.

Die Simulation komplexer chemischer Reaktionen ist entscheidend für die Entwicklung von Batterien mit höherer Energiedichte und schnellerer Ladezeit. Quantencomputer können die Leistung von Katalysatoren für die Brennstoffzellentechnologie verbessern und die Entwicklung von leichten, aber robusten Materialien für Fahrzeuge vorantreiben. Darüber hinaus kann die Optimierung von Verkehrsflüssen und die Verbesserung von Algorithmen für autonomes Fahren durch Quantenberechnungen revolutioniert werden.

Energiesektor und Nachhaltigkeit

Der Energiesektor steht vor der Herausforderung, nachhaltige und effiziente Lösungen zu entwickeln. Quantencomputing kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen.

Die Suche nach neuen Materialien für Solarzellen mit höherem Wirkungsgrad, die Optimierung von Stromnetzen zur besseren Integration erneuerbarer Energien und die Entwicklung effizienterer Katalysatoren für die Kohlenstoffabscheidung sind nur einige Beispiele. Die genaue Simulation von Materialeigenschaften auf atomarer Ebene wird die Entwicklung von Technologien ermöglichen, die für eine nachhaltigere Zukunft unerlässlich sind.

Luft- und Raumfahrt

Auch die Luft- und Raumfahrt profitiert von den potenziellen Fortschritten durch Quantencomputing. Von der Materialforschung bis zur Flugroutenoptimierung sind die Anwendungen zahlreich.

Die Entwicklung neuer, leichterer und widerstandsfähigerer Materialien ist entscheidend für die Effizienz und Sicherheit von Flugzeugen und Raumfahrzeugen. Quantencomputer können die Simulation von aerodynamischen Prozessen verbessern und die Entwicklung von Treibstoffen revolutionieren. Die Optimierung von Flugrouten unter Berücksichtigung von Wetterbedingungen und Treibstoffverbrauch kann durch Quantenalgorithmen erheblich verbessert werden.

Sektor Potenzielle Auswirkungen bis 2030 Beispielanwendungen
Pharma & Chemie Beschleunigte Wirkstoffforschung, neue Materialien Entdeckung von Krebsmedikamenten, Entwicklung von Hochleistungskatalysatoren
Finanzwesen Verbesserte Risikomodellierung, Portfoliooptimierung Betrugserkennung, High-Frequency-Trading-Strategien
Logistik Effizienzsteigerung in Lieferketten Optimale Routenplanung, Lagerbestandsmanagement
Automobil Neue Batterietechnologien, Materialinnovation Schneller ladende Elektroauto-Batterien, leichtere Fahrzeugkomponenten
Energie Fortschritte bei erneuerbaren Energien, Netzoptimierung Effizientere Solarzellen, stabiles Stromnetz mit hohem Anteil erneuerbarer Energien

Herausforderungen auf dem Weg zur breiten Akzeptanz

Trotz des immensen Potenzials ist der Weg zur breiten Anwendung von Quantencomputern mit erheblichen Herausforderungen gepflastert. Diese reichen von technologischen Hürden bis hin zu Fragen der Standardisierung und Skalierbarkeit.

Die Entwicklung stabiler, skalierbarer und fehlerkorrigierter Quantencomputer ist eine der größten technologischen Herausforderungen. Qubits sind extrem empfindlich gegenüber ihrer Umgebung, und selbst kleinste Störungen können zu Rechenfehlern führen. Die Erzielung von Kohärenz über längere Zeiträume und die Reduzierung der Fehlerraten sind entscheidende Forschungsbereiche.

Technische Hürden und Skalierbarkeit

Die derzeitige Generation von Quantencomputern, die NISQ-Geräte, hat eine begrenzte Anzahl von Qubits und ist anfällig für Rauschen. Um die in vielen Anwendungsfällen versprochenen Vorteile zu realisieren, sind zehntausende oder sogar millionen von logischen Qubits erforderlich, die durch Fehlerkorrektur geschützt sind. Die Skalierung der Quantenhardware auf diese Größe ist eine immense ingenieurwissenschaftliche Aufgabe.

Die Kühlung der supraleitenden Qubits auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt erfordert komplexe und teure Kühlsysteme. Die Kontrolle und Manipulation der Qubits mittels Laser oder Mikrowellen muss präzise erfolgen. Die Entwicklung von Architekturen, die eine einfache Integration und Vernetzung von Qubits ermöglichen, ist ebenfalls eine laufende Herausforderung.

Software und Algorithmenentwicklung

Neben der Hardware spielt auch die Softwareentwicklung eine entscheidende Rolle. Es bedarf neuer Programmiersprachen, Entwicklungsumgebungen und Bibliotheken, um die Möglichkeiten von Quantencomputern nutzbar zu machen.

Die Entwicklung von Quantenalgorithmen, die einen echten Vorteil gegenüber klassischen Algorithmen bieten, ist ein aktives Forschungsfeld. Die Übersetzung komplexer Problemstellungen in die Sprache der Quantenberechnung erfordert ein tiefes Verständnis sowohl des Problems als auch der Quantenmechanik. Bis 2030 werden wir eine wachsende Anzahl von spezialisierten Quantenbibliotheken und -werkzeugen sehen, die den Zugang erleichtern.

1000+
Erwartete Qubits (NISQ+)
10-100
Jahre Forschung bis zur breiten Marktreife
10^6
Logische Qubits (für fehlerkorrigierende Systeme)
Billionen
Dollar Investitionen bis 2030

Kosten und Zugänglichkeit

Die Entwicklung und der Betrieb von Quantencomputern sind extrem kostspielig. Dies schränkt derzeit die Zugänglichkeit auf große Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein. Bis 2030 wird erwartet, dass Cloud-basierte Quantenplattformen den Zugang demokratisieren werden.

Unternehmen wie IBM und Microsoft bieten bereits Zugang zu ihren Quantencomputern über die Cloud an. Dies ermöglicht es kleineren Unternehmen und Forschern, mit der Technologie zu experimentieren und spezifische Probleme zu lösen, ohne die hohen Investitionskosten für eigene Hardware tragen zu müssen. Dennoch werden die Nutzungsgebühren anfangs wahrscheinlich hoch bleiben.

Investitionen und Ökosystem

Die Investitionen in Quantencomputing sind in den letzten Jahren exponentiell gestiegen. Regierungen, Risikokapitalgeber und etablierte Technologieunternehmen erkennen das transformative Potenzial und investieren Milliarden in Forschung, Entwicklung und Start-ups.

Bis 2030 wird sich das Ökosystem des Quantencomputings weiter verfestigen. Wir werden eine klare Unterscheidung zwischen Hardware-Anbietern, Software-Entwicklern und Anwendungsberatern sehen. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren wird entscheidend sein, um die Technologie von der Nische in den Mainstream zu bringen.

"Quantencomputing ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Die Geschwindigkeit der Fortschritte ist atemberaubend, und Unternehmen, die sich jetzt vorbereiten, werden die Gewinner von morgen sein."
— Dr. Anya Sharma, Quantenphysikerin

Die zunehmende Zahl von Quanten-Start-ups signalisiert das wachsende Interesse und die Innovationskraft in diesem Sektor. Diese Unternehmen konzentrieren sich oft auf spezifische Nischen, sei es die Entwicklung neuartiger Qubit-Technologien, die Erstellung von Quantensoftware oder die Anwendung auf bestimmte Branchenprobleme.

Regierungen weltweit erkennen die strategische Bedeutung des Quantencomputings und fördern die Forschung durch massive Finanzierungsprogramme. Dies ist nicht nur auf die wirtschaftlichen Vorteile zurückzuführen, sondern auch auf die Implikationen für die nationale Sicherheit, insbesondere im Bereich der Kryptographie.

Die Rolle von Cloud-Plattformen

Die Cloud wird eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Quantencomputing spielen. Sie ermöglicht einen breiten Zugang zu leistungsfähiger Quantenhardware, ohne dass Unternehmen eigene teure Systeme aufbauen müssen.

Anbieter wie IBM Quantum Experience, Microsoft Azure Quantum und Amazon Braket bieten Zugang zu verschiedenen Quantenprozessoren und Werkzeugen. Dies senkt die Eintrittsbarrieren erheblich und ermöglicht es Entwicklern und Forschern, Algorithmen zu testen und Prototypen zu erstellen. Bis 2030 wird diese Cloud-Infrastruktur weiter ausgebaut und verfeinert, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Wachstum von Quanten-Software und -Dienstleistungen

Parallel zur Hardware-Entwicklung wird die Nachfrage nach Quanten-Software und spezialisierten Dienstleistungen steigen. Unternehmen werden Unterstützung benötigen, um zu verstehen, wie Quantencomputing ihre spezifischen Probleme lösen kann.

Es wird eine Zunahme von Beratungsunternehmen geben, die sich auf Quantencomputing spezialisieren. Diese werden Unternehmen dabei helfen, die Eignung von Quantenalgorithmen zu bewerten, Proof-of-Concepts zu entwickeln und die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen zu planen. Die Entwicklung von benutzerfreundlichen Schnittstellen und Entwicklungstools wird ebenfalls entscheidend sein.

Wikipedia ist eine ausgezeichnete Ressource, um die Grundlagen und den aktuellen Stand der Forschung im Quantencomputing zu verstehen: Quantencomputer auf Wikipedia.

Der menschliche Faktor: Qualifizierung und Ethik

Die Einführung einer so revolutionären Technologie wie des Quantencomputings wirft auch Fragen hinsichtlich des Humankapitals und ethischer Überlegungen auf.

Es wird ein wachsender Bedarf an Fachkräften mit spezifischem Wissen im Bereich Quantenphysik, Informatik und den entsprechenden Algorithmen bestehen. Universitäten und Weiterbildungseinrichtungen müssen ihre Lehrpläne anpassen, um diesen Bedarf zu decken.

Die Notwendigkeit von Fachkräften

Die Ausbildung von Quanteningenieuren, Quantenalgorithmenentwicklern und Quanten-Datenwissenschaftlern wird bis 2030 von entscheidender Bedeutung sein. Derzeit gibt es weltweit nur eine begrenzte Anzahl von Experten, die über das notwendige Fachwissen verfügen.

Unternehmen, die Quantencomputer einsetzen wollen, müssen in die Weiterbildung ihrer bestehenden Mitarbeiter investieren und neue Talente rekrutieren. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen Institutionen und der Industrie wird entscheidend sein, um den Nachschub an qualifizierten Fachkräften sicherzustellen. Reuters berichtet regelmäßig über die Fortschritte und Herausforderungen in diesem Bereich: Reuters Nachrichten.

Ethische Implikationen und Regulierung

Die transformative Kraft des Quantencomputings birgt auch erhebliche ethische Implikationen. Die Fähigkeit, aktuelle Verschlüsselungen zu brechen, wirft Fragen der nationalen Sicherheit und des Datenschutzes auf. Die Entwicklung von quantensicherer Kryptographie ist daher von höchster Priorität.

Darüber hinaus könnten Quantencomputer bestehende Ungleichheiten verschärfen, wenn der Zugang zu dieser Technologie ungleich verteilt ist. Es ist wichtig, dass Regierungen und internationale Organisationen Richtlinien und Regulierungen entwickeln, um sicherzustellen, dass Quantencomputing zum Wohle der gesamten Gesellschaft eingesetzt wird und ethische Grundsätze eingehalten werden.

"Die ethischen Leitplanken für Quantencomputing müssen jetzt gesetzt werden. Wir dürfen nicht warten, bis die Technologie weit fortgeschritten ist, um über ihre verantwortungsvolle Nutzung nachzudenken."
— Prof. Dr. Lena Müller, Ethikforscherin für neue Technologien

Fazit: Ein Sprung ins Unbekannte

Bis 2030 wird Quantencomputing nicht mehr nur ein akademisches Gedankenspiel sein, sondern eine Technologie, die beginnt, reale Auswirkungen auf unsere Welt zu haben. Die Fortschritte in Hardware, Software und Algorithmen werden es ermöglichen, komplexe Probleme in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu lösen, die bisher unzugänglich waren.

Es ist eine Ära des Übergangs, in der wir von den ersten, oft noch fehleranfälligen NISQ-Geräten zu robusteren und potenziell fehlerkorrigierenden Systemen übergehen. Die Herausforderungen sind beträchtlich, von den technischen Hürden bei der Skalierung bis hin zur Notwendigkeit qualifizierter Fachkräfte und ethischer Überlegungen. Doch die Investitionen und die Dynamik des Feldes deuten darauf hin, dass wir erhebliche Fortschritte erwarten können.

Die Unternehmen und Gesellschaften, die sich jetzt mit Quantencomputing auseinandersetzen, werden am besten positioniert sein, um von dieser revolutionären Technologie zu profitieren. Es ist ein Sprung ins Unbekannte, aber einer, der das Potenzial hat, die Grenzen des Möglichen neu zu definieren.

Wird Quantencomputing mein Smartphone ersetzen?
Nein, Quantencomputer sind nicht dazu gedacht, herkömmliche Computer oder Smartphones für alltägliche Aufgaben zu ersetzen. Sie sind spezialisierte Maschinen für sehr spezifische, rechenintensive Probleme, die für klassische Computer unlösbar sind. Ihr Einsatz wird sich voraussichtlich auf Bereiche wie wissenschaftliche Forschung, Medikamentenentwicklung, Finanzmodellierung und fortschrittliche KI konzentrieren.
Wie sicher ist meine aktuelle Online-Kommunikation vor Quantencomputern?
Derzeit ist Ihre Online-Kommunikation relativ sicher, da die meisten heute verwendeten Verschlüsselungsmethoden auf mathematischen Problemen basieren, die für klassische Computer schwer zu lösen sind. Ein ausreichend großer und fehlerfreier Quantencomputer könnte jedoch einige dieser Verschlüsselungen brechen. Deshalb wird intensiv an "quantensicherer" Kryptographie geforscht und gearbeitet, um diese Bedrohung abzuwehren. Bis 2030 werden erste Umstellungen auf quantensichere Standards erwartet.
Wann werden Quantencomputer für kleine Unternehmen erschwinglich sein?
Es ist unwahrscheinlich, dass Quantencomputer in naher Zukunft für kleine Unternehmen erschwinglich sein werden, um sie physisch zu besitzen und zu betreiben. Allerdings werden Cloud-basierte Quantenplattformen den Zugang erleichtern. Bis 2030 könnten die Kosten für die Nutzung dieser Cloud-Dienste für spezialisierte Aufgaben für kleinere Unternehmen tragbar werden, ähnlich wie heute die Nutzung von High-Performance-Computing-Ressourcen über die Cloud.
Welche Art von Problemen können Quantencomputer besser lösen als klassische?
Quantencomputer sind besonders gut darin, Probleme zu lösen, die eine exponentielle Komplexität aufweisen, wie z.B. die Simulation von Quantensystemen (Moleküle, Materialien), die Faktorisierung großer Zahlen (relevant für Kryptographie), die Optimierung komplexer Systeme (Logistik, Finanzwesen) und bestimmte Arten von maschinellem Lernen. Für einfache Aufgaben wie Textverarbeitung oder Web-Browsing sind klassische Computer weiterhin überlegen.